Private Krankenversicherung

Auch arbeitslose Privatpatienten haben ein Recht auf Krankentagegeld

Private Krankenversicherungen wollen auch beim Krankentagegeld sparen. Auch zu Lasten von Privatpatienten, die wegen ihrer Krankheit auch noch arbeitslos oder berufsunfähig geworden sind. Doch die Privatpatienten können sich in aller Regel wehren.

Es ist kaum zu glauben. Und trotzdem müssen Privatpatienten beim Krankentagegeld damit rechnen, dass ihre private Krankenversicherung die Auszahlung irgendwann einstellt. In manchen Fällen fordern private Krankenversicherung sogar Geld zurück!

Die Begründung der Versicherer lautet dann in aller Regel so: Der Kunde sei in erster Linie arbeitslos, nicht krank. Oder er sei grundsätzlich Berufsunfähigkeit. Auch deshalb wollen manche privaten Krankenversicherungen das Krankentagegeld nicht wie vertraglich vereinbart bezahlen.

Von Scheinargumenten sollten sich Privatpatienten nicht ins Bockshorn jagen lassen!

In aller Regel handelt es sich bei den Behauptungen der privaten Krankenversicherungen um Scheinargumente, die juristisch nicht wasserdicht sind. Ein dreister Bluff!

Unser erster Tipp an betroffene Privatpatienten lautet deshalb: Lassen Sie sich von den Ablehnungsschreiben Ihrer privaten Krankenversicherung nicht beeindrucken! Papier ist geduldig. Nicht alles, was in solchen Briefen nach Recht und Ordnung aussieht, stimmt auch. Im Gegenteil! Oft zitieren Versicherungen Paragraphen und Urteile, die mit dem Fall gar nichts zu tun haben oder schlicht falsch sind. Also: Bleiben Sie skeptisch! Informieren Sie sich bei unabhängigen Fachleuten darüber, wer Recht hat. Denn das werden in aller Regel Sie sein.

Die Kanzlei Göddecke Rechtsanwälte hat schon zahlreichen Privatpatienten dazu verholfen, dass sie ihr Krankentagegeld weiter ausbezahlt bekommen. Meist können wir solche Konflikte mit privaten Krankenversicherungen auf dem Verhandlungsweg lösen. Das hat einen einfachen Grund: Die Versicherer wissen selbst sehr genau, dass ihre vorgeschützten Argumente vor Gericht keinen Bestand haben werden.

Wer lange Zeit krank ist, wird oft gerade deshalb arbeitslos, weil er krank ist

Richtig am Argument mit der Arbeitslosigkeit ist nur die Arbeitslosigkeit selbst. Diese ist bei Langzeitkrankheiten fast immer die Folge dieser Krankheit. Also liegt die Ursache für den Verdienstausfall immer noch bei der Krankheit, nicht aber bei der Arbeitslosigkeit, wie Versicherer gerne behaupten. Anders ausgedrückt: Der Patient ist arbeitslos, weil er krank ist! Also muss die Versicherung ihm auch das Krankentagegeld auszahlen.

Der Kanzlei Göddecke Rechtsanwälte ist kein einziger Fall bekannt, in dem eine private Krankenversicherung nachweisen konnte, dass der schon so lange Zeit kranke Privatpatient auch dann arbeitslos wäre, wenn er nicht gelichzeitig auch krank wäre. Nur wenn ihr das gelingen würde, könnte eine Krankenversicherung die Auszahlung des Krankentagegelds verweigern.

Anwaltliche Beratungspraxis belegt die guten Erfolgsaussichten von Privatpatienten

Zwei Beispielfälle aus unserer anwaltlichen Praxis zeigen, womit Privatpatienten rechnen müssen und wie wir Rechtsanwälte helfen können:

Im ersten Beispielfall verlangte eine private Krankenversicherung von einem Stuckateur aus dem Rheinland 12.500 Euro zurück. Dieses Geld hatte sie ihm als Krankentagegeld schon ausbezahlt. Doch dann behauptete die Versicherung, der Stuckateur sei doch gar nicht arbeitsunfähig, sondern nur arbeitslos, und genau das habe er verschwiegen. Mit diesem Problem kam der kranke Mann zur Kanzlei Göddecke Rechtsanwälte. Wir haben den Konflikt für ihn gelöst, indem wir der Versicherung lückenlos nachgewiesen haben, dass ihr Kunde gerade deshalb keinen Job mehr als Stuckateur fand, weil er an kaputten Knien litt. Nachdem wir diese Fakten klar gestellt hatten, ließ die private Krankenversicherung es gar nicht erst auf einen Prozess ankommen. Sie verzichtete auf ihre Rückforderung und zahlte dem Stuckateur weitere 20.000 Euro an Krankentagegeld.

Auch im zweiten Beispielfall konnte die Kanzlei Göddecke Rechtsanwälte einem Privatpatienten das Krankentagegeld auf außergerichtlichem Weg sichern. Bis zu dieser Problemlösung hatte der Mann nichts als Pech. Zuerst setzte ihn ein Burn-Out-Syndrom Schach matt, anschließend verlor er seinen Job. Und dann kam auch noch seine private Krankenversicherung und verweigerte ihm das vereinbarte Krankentagegeld. Mit solchen Streitfällen sind wir Rechtsanwälte bei der Kanzlei Göddecke so vertraut, dass wir hier mit den Versicherungen kurzen Prozess machen. Die Befristung beim Krankentagegeld ist in Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit bei Versicherungen zwar sehr beliebt, doch hält sie der rechtlichen Prüfung nicht stand. Für den privatversicherten Patienten hieß das auch im zweiten Beispielfall, dass er von seiner Krankenversicherung das vereinbarte Krankentagegeld bekam. Das waren immerhin 100 Euro pro Tag. Wir setzen uns für Ihr Recht als Privatpatient ein. Es lohnt sich.

Rechtsanwalt Hartmut Göddecke

Ihre Rechte sind stark. Wir stehen Ihnen bei, wenn es darauf ankommt.

Hartmut Göddecke

Rechtsanwalt, Mediator, Fachanwalt für Steuerrecht, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Telefon: 02241 - 1733 - 20


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