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Kommunikation ist die Basis in Richtung Zukunft

Die Teilnehmer des 4. Unternehmensnachfolgetages am 08.11.2018 erlebten ein Kaleidoskop von Vorträgen und ganz konkreten Praxisbeispielen, wie eine zukunftsgewandte Unternehmensnachfolge aussehen kann.

Den Rahmen für diese gut besuchte Veranstaltung bot die Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch-Gladbach. Die Einladung zu diesem Symposium aus Wissenschaft und Wirtschaft hatte Prof. Dr. Frank Wallau ausgesprochen, der die Besucher mit seinem anregenden Vortrag einlud, sich recht frühzeitig über die Person des Nachfolgers ganz konkrete Gedanken zu machen. Wartet man zu lange, wird die Verhandlungsposition des Alteigentümers gegenüber dem Nachfolger immer schwächer. Fällt die Entscheidung erst sehr spät, so müsse man sich als Abgebender damit begnügen, denjenigen zu nehmen „der lediglich übrig bleibe“.

 

Unternehmer sind Herrscher auf Zeit

Getragen von dem Gedanken, dass Inhaber und Leiter von Unternehmen diese Position nur auf eine gewisse Dauer ausüben können, ging es beim 4. Unternehmensnachfolgetag darum, die Zukunft nicht nur des Geschäfts zu erhalten, sondern auch den künftigen eigenen Lebensstandard nachhaltig abzusichern.

In diesem Kontext berichtete Anwalt Hartmut Göddecke aus seiner Erfahrung darüber, wie mangelnde Kommunikation der beteiligten Parteien untereinander dazu führen kann, dass nicht nur existierende Werte vernichtet werden, sondern darüber hinaus den abgebenden Unternehmer auf Jahre hinaus belasten. Unklarheiten, die aus mangelndem Austausch resultieren, wirken sich außerdem auch auf Externe negativ aus, so z. B. Finanzierungsinstitute, Lieferanten und Kunden.

 

Früh übt sich …

Wer die Zeichen der Zeit erkannt hat, fängt zu einem frühen Zeitpunkt an, sich zunächst alleine über seine Zukunft und die des Betriebes Gedanken zu machen. Im nächsten Schritt sollte das Gespräch mit all denjenigen stehen, die von dem künftig eintretenden Veränderungsprozess betroffen sind. Wie das konkret aussehen kann, erklärte Anwalt und Mediator Göddecke in seinem Vortrag „Konflikte und Kommunikation – So umgehen Sie Reibungsverluste von Anfang an“. Anhand der Beispiele, die auf tatsächlichen Begebenheiten beruhen, wurde schnell klar, dass eine unverblümte Ansprache aller Punkte enorm wichtig ist.

Oft gelingt das den Parteien nicht aus eigener Kraft oder weil immer wieder neue Vorstellungen von den Beteiligten ins Spiel gebracht werden. Das ist natürlich, denn schließlich gehört solch ein Umstrukturierungsvorgang nicht zum Alltagsgeschäft: deshalb können Unsicherheiten schnell auftauchen – sie gilt es sicher zu bewältigen

 

Absicherung und Zeitersparnis

Da ist es wirtschaftlich sinnvoll, jemanden mit ins Boot zu holen, der solche Prozesse als Erfahrener moderiert. Dass bei einem solchen Helfer die Kombination aus harten Faktoren und Softskills notwendig ist, wurde den Teilnehmern des Nachfolgeforums schnell klar. Übereinstimmend wurde in den Diskussionsbeiträgen der Gäste ausgesprochen, dass die rein fachliche Begleitung im steuerlichen, wirtschaftlichen, organisatorischen und rechtlichen Bereich nicht ausreichend ist, weil es um Menschen und deren konkrete oder möglicherweise auch nur vage Vorstellung von den Dingen geht, die das Geschäftsmodell bilden. 

Wer sich also der Thematik der Unternehmensnachfolge stellt, sollte anstehende Entscheidungen nicht auf andere schieben, sondern selbst im Kontext mit den Beteiligten erarbeiten. Nur so entsteht ein Konzept, das Konflikte ausschließt und klare Zuständigkeiten regelt. Wer nicht mit den Personen, die in einen solchen Plan eingeschlossen sein sollen, redet, der verbaut sich den Zugang zu eben diesen Mitmenschen, die wichtig sind. Wer als Besucher des Vortrages die nächsten Schritte gehen will, der erhielt nach dem Beitrag von Anwalt und Mediator Göddecke Unterlagen, die er in der Praxis einsetzen kann.

 

Die Nachfolgeexperten e. V.

Die Mitglieder des Netzwerkes „Die Nachfolgeexperten e.V.“ sind Fachleute vollkommen unterschiedlicher Disziplinen, die der gemeinsame Wunsch eint, Unternehmern eine rundum gelungene Konzeption zu erarbeiten. Gerade dann an der Nahtstelle in Richtung Zukunft helfen die Mitglieder mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung. Der 14-köpfige Expertenkreis bildet damit einen entscheidenden Vorteil für den Unternehmer, der eine Komplettlösung ohne Kommunikationsverlust erzielen will; denn als eingespieltes Team wird eine solches Konzept schnell, rechtssicher und kostengünstig erreicht. Diesen Pluspunkt haben schon viele Unternehmer erkannt – aber nicht nur diese: selbst Banken ziehen die Fachleute des Vereins zu Rate, wenn Unternehmensnachfolgen in deren Kundenkreis anstehen, denn ein solch gut eingespieltes Netzwerk unterschiedlicher Kapazitäten findet man kaum an anderer Stelle.

 

Das Handout zu dem Vortrag finden Sie hier.

Weitere fachspezifische Links:

Mehr zum Thema „Erben und Vererben“ finden Sie unter „Missverständnisse lösen, Zielkonflikte vermeiden, Erbstreit beilegen“

Mehr zum Thema „Mediation“ finden Sie unter „Mediationsfelder bei Unternehmensnachfolge“ 

und „Streit schlichten für Erben, Erblasser und Erbengemeinschaften“

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